Der dänische und deutsche Krieg
Kessi 11. Juni 2008
Das Jahr 1864 brachte den dänischen Krieg, der von Deutschland gegen Dänemark geführt wurde. Auf deutscher Seite fochten Preußen und Österreich, vom deutschen Bund nur die sächsischen und hanoveranischen Truppen, sonstige Bundestruppen waren daran nicht beteiligt. Da also Baden auch nicht mitkämpfte, blieb unsere Heimat unbeteiligt. Bemerkenswert ist die am Ende des Krieges erfolgte Gründung des Roten Kreuzes, dessen Konvention von den meisten Staaten unterzeichnet wurde.
Nach 2 Jahren brach der deutsche Krieg zwischen Preußen und Österreich aus, da sich die beiden Staaten über die Herzogtümer Schleswig und Holstein, die sie gemeinsam den Dänen abgenommen hatten, nicht einigen konnten. Die badischen Truppen kämpften gegen die Preußen bei Hundheim, Werbach und Gerschbach. Ihre Verluste betrugen: 22 Tote, 118 Verwundete, Gefangen = 1 Offizier, 3 Mann, Vermisst: 68 Mann, zusammen = 212 Mann. Laut Friedensvertrag vom 27. August musste Baden an Preußen 6 Millionen Gulden Kriegsentschädigung zahlen, trotzdem die Anstrengungen der Badener nicht überwältigend waren, war doch der Großherzog von Baden der Schwiegersohn des Preußenkönigs. Am 24. Juni hatte in Stockach eine große Volksversammlung stattgefunden. Der Zweck derselben war: „Die Schaffung eines neuen Deutschen Bundes.“ Parole: Hie Preußen, hie Österreich. „Deutsche wollen wir sein.“ An dem Gefecht bei Hundheim hatte auch Josef Schappeler aus Hindelwangen teilgenommen.
- Keine Kommentare