Der Schwabenkrieg (Schweizerkrieg)
Kessi 11. Juni 2008
Der Kaiser hatte in diesem Jahr auf dem Reichstag zu Konstanz das ganze Reich gegen die Eidgenossen „ermahnt“ und der Schwäbische Bund eröffnete den Feldzug, der den Schweizern vollen Sieg brachte. Darnach fielen sie sengend und brennend in den Hegau ein. Als ihnen die von Randegg, vom Schloss, das Wort Kuhgayer (Kuhgauner oder Kuhmäuler) zuriefen, stürmten die Schweizer das Schloss und zerstörten es vollständig. Desgleichen wurden die Burg Rosenegg und die Burg Homburg ob Stahringen erstürmt. Hier erbeuteten sie 10000 Goldgulden, Kleinodien, Silber, Geld, Korn und Wein und führten alles nach Schaffhausen. Steißlingen und Friedlingen wurden geplündert und nieder gebrannt. Die Stadt Stockach wurde belagert. Der Widerstand der Stockacher, im Verein mit etwa 100 Mann Besatzung unter dem Kaiserlichen General Markgraf von Baden zwang den Feind nach 8 Tagen zum Rückzug in die Schweiz, zudem sich bei Überlingen ein Kaiserliches Heer gesammelt hatte. Aber sie wollten dem Feind ein Lezti lassen (Denkzettel).
Sie brannten nun auf eine Meile wegen rings um Stockach in der Landgrafschaft Nellenburg alle Ortschaften nieder. Sie zerstörten auch die Nellenburger Höfe, die Mühle und das Dorf Aachen. Dann zogen sie an Hohenkrähen vorbei nach Schaffhausen und verbrannten alles was auf ihren früheren Zügen noch verschont geblieben war. Dieses sahen die schwäbischen Truppen auf Hohentwiel, Hohenkrähen, Hohenhöven, Hohenstoffeln und Nellenburg, sowie die Besatzung von Zell, Überlingen und Konstanz, aber niemand hatte den Mut, den Schweizern entgegen zu treten.
In der Schlacht bei Schwaderloch am 11. April desselben Jahres hat Schenk Christophel von Limburg, Vogt zu Nellenburg des Reiches Banner getragen. Als es aber galt die Schweizer aus dem Hegau zu vertreiben, war er nirgends zu sehen. Ohne Zweifel sah er von der Höhe der Nellenburg das arg bedrohte Stockach und einige Tage später die brennenden Dörfer der Landgrafschaft, aber dem Feinde mit dem Schwert entgegenzutreten, dazu kam er nicht. Die Schweizer aber zogen sengend und brennend über den Rhein und gaben eine Vorstellung von dem, was die Stadt Stockach zu erwarten gehabt hätte, wenn sie erobert worden wäre. In Stockach wurde zum Dank für diese Rettung der so genannte Schweizerfeiertag eingeführt, der 8 Tage nach Fronleichnam durch eine Prozession feierlich begangen wurde und zwar noch bis zum Jahre 1868.
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